22 Feedback-Fragen für deinen Workshop
Damit du beim Check-Out am Ende deines Workshops nicht lange überlegen musst, habe ich dir hier Beispiele für Feedback-Fragen zusammengestellt. Selbstverständlich darfst du die Fragen gern kopieren, umformulieren und für
die Rückmeldung
das Feedback oder
den Check-Out
deines Workshops nutzen. Lies als erstes meine Tipps zu Umsetzung, damit du mit deinen Fragen Feedback bekommst, das dir und euch gemeinsam wirklich weiterhilft.
5-Finger-Feedback
Daumen hoch: „Das fand ich super!“
Zeigefinger: „Achtung! Darauf möchte ich hinweisen.“ Ich frage hier immer gezielt nach dem „Blinden Fleck“. Das kann etwas Kritisches oder Positives sein.
Mittelfinger: „Das hat mir gestunken.“
Ringfinger: „Mein Schätzchen“ Was war deine Perle, ein Aha-Moment, ein Diamant oder ein Trüffel, den du gefunden hast?
Kleiner Finger: „Das ist mir zu kurz gekommen.“
DAKI-Formel (Drop - Add - Keep - Improve)
Ich bevorzuge diese Reihenfolge:
Keep: Was muss nächstes Mal unbedingt wieder dabei sein?
Drop: Was brauchen wir nicht mehr?
Add: Was hat noch gefehlt?
Improve: Was sollte (... bleiben, aber ...) besser werden?
Visual Harvest
Von Steffani Wilde
Roots - Wurzeln: Was hat heute möglich gemacht, was passiert ist? (Kontext, Menschen, Vorbereitung)
Soil - Boden: Welche Rahmenbedingungen und Kultur haben geholfen – oder gestört?
Trunk - Stamm: Welche klaren Entscheidungen haben wir heute getroffen?
Leaves - Blätter: Welche Erkenntnisse sollten sichtbar bleiben?
Fruit - Früchte: Was können wir nächste Woche sofort umsetzen?
Unripe Fruit - Unreife Früchte: Welche Ideen brauchen noch Zeit zum Reifen?
Water & Sun - Wasser & Sonne: Wobei brauchen wir noch Unterstützung? (z.B. Daten, Freigaben, Budget)
Weeds, Pests, Storm - Unkraut, Schädlinge, Unwetter: Was blockiert uns? Was sollte weg?
Seeds - Samen: Welche Experimente pflanzen wir in den nächsten zwei Wochen?
Compost - Kompost: Was hören wir ab sofort auf zu tun?
WWW-Regel
Die WWW-Regel ist eine frei formulierte Übertragung aus dem Konzept der gewaltfreien Kommunikation von Marshall B. Rosenberg.
Wahrnehmung: Was habe ich gesehen & gehört? (... oder sonst mit den Sinnesorganen wahrgenommen)
Wirkung: Wie hat das auf mich gewirkt? Wie habe ich mich dabei gefühlt? (Keine Vermutungen über andere Menschen!)
Wunsch: Welche konkrete Handlung wünsche ich mir?
Die WWW-Regel ist allein noch kein Set nützlicher Fragen. Vielmehr sollte jede der weiter oben genannten Beispielfragen immer nach diesem Schema beantwortet werden.
Zum Beispiel auf die Frage „Was hat noch gefehlt?“ (DAKI - „add“) könnte die Antwort lauten:
„Manche Kollegen haben lange gesprochen. Dadurch habe ich den Faden verloren. Mir hätte geholfen, wenn die Moderatorin die Redebeiträge auf maximal 1 Minute begrenzt hätte.“
statt einfach nur:
„1-Minuten-Regel für Redebeiträge“