Agile Moderation oder Agilität moderieren

"Agil" - nur ein Modewort?

Um in einem komplexen und sich immer schneller ändernden Umfeld erfolgreich zu sein, braucht man Agilität. Leider wird der Begriff heute im Kontext des Change Management häufig und wahllos benutzt - insbesondere in größeren Organisationen.

 

Doch was bedeutet diese "Agilität" wirklich? Wozu hilft es, agil zu sein und wie moderiert eine agile Moderator*in?

 

Wenn Agilität dazu da ist, als Organisation flexibel, aktiv, initiativ und anpassungsfähig im Wandel und unter Unsicherheit zu agieren, dann muss sie die Möglichkeit geben, Reize oder neue Informationen schnell mit der Umwelt auszutauschen und nach innen transparent zu machen. Modelle, dies zu erreichen, sind z.B. Scrum und OKR.

 

Agil zu sein, hilft nicht gegen jedes Problem und für alle Vorhaben. Sondern Agilität hilft bei sondern bei komplexen Herausforderungen. Einfache Probleme löst man besser anders. Ähnlich ist es bei der Moderation: Je komplexer ein Thema, desto eher lohnt sich Moderation als Methode der Willens- oder Meinungsbildung in einer Gruppe.

Agil moderieren

Streng genommen bedeutet das, dass man gar nicht "un-agil" moderieren kann. Immer dann, wenn man eine Gruppe zu einem komplexen Thema moderiert, sorgt man auch für Agilität: von der Einbeziehung aller Stakeholder (Auftragsklärung und Einladung) über den Austausch verschiedenster Perspektiven (Sammeln) bis hin zur Überprüfung des Vorgehens (Rückmeldung, Reflexion) arbeitet eine Moderator*in selbst agil und sorgt für Agilität des Teams.

Regelmäßig erlernen Scrum- und OKR-Master ihre Moderationstechniken in meinen virtuellen und Präsenztrainings. Um meine Moderationsfähigkeiten mit dem fundiertem Wissen um Scrum, agile Teams und empirisches Vorgehen zu ergänzen, habe ich selbst die Ausbildungen zum Scrum-Master sowie zum OKR-Master absolviert.

Scrum

Scrum ist ein Vorgehensmodell, um komplexe Produkte zu entwickeln. Scrum nutzt schnelle Iterationen, um quasi-kontinuierlich Transparenz herzustellen, Fortschritt und Funktion zu überprüfen und Produkt, Planung und Vorgehen anzupassen.

Erfolgreiches Scrum lebt neben den definierten Elementen (Rollen, "Ereignisse" und "Artefakte") auch von einer intensiven und zielorientierten Kommunikation im Team. Dabei übernimmt ein Scrum-Master unter anderem die Aufgabe der Moderation bei verschiedenen Anlässen, vor allem bei der Retrospektive.

OKR

Objectives and Key Results (OKR) ist wie Scrum ein Framework. Jedoch dient OKR nicht der Produktentwicklung, sondern dem ganzheitlichen und agilen Management von Zielen und Leistung sowie von Mitarbeitenden. OKR dient als Bindeglied zwischen dem Leitbild eines Unternehmens beliebiger Größe und der Organisationsebene einzelner Projekte (wie z.B. Scrum).


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