Umgang mit Vielredner*innen

Es gibt Leute, die hören sich selbst gern reden. Am Stammtisch unterhaltsam, kann diese Eigenschaft beim Workshop stören. Wie kannst du als Moderator*in damit umgehen?

 

Hier sind drei wirkungsvolle Strategien:


1. Fokus auf Wenigredner*innen

Ein häufiger erster Fehler beim Umgang mit Vielredner*innen ist, dass die Moderator*in ihnen viel Aufmerksamkeit schenkt. Sei nicht unhöflich, aber verbindlich. Und vor allem: Fokussiere die Gedanken darauf, wer gerade die Wenigredner*innen sind und wie du diese einbinden kannst. Diese Strategie ist häufig erfolgreicher, als dir - während er seinen Monolog hält - zu überlegen, wie du den Vielredner zur Ruhe bringen kannst.

2. Visualisieren

Fange  die Vielredner*in mit Visualisierung ein: "Lassen Sie mich Ihren Punkt hier aufnehmen. Was kann ich für Sie aufschreiben?" (Eine Karte, drei Zeilen!). Das hat zwei positive Effekte: Die erzwungene Knappheit der Worte und der gestillte Drang nach Dokumentation des Gesagten. Und weiter geht's mit der nächsten, einer stillen Teilnehmer*in: "Und welche Vorschläge möchten Sie machen?"

3. Der "Abbinder"

Wenn das Aufschreiben nicht zweckmäßig ist, fasst du mündlich zusammen und stellst den Bezug zum Ziel des Workshops, zur aktuellen Fragestellung her. "Wenn ich Sie richtig verstanden habe, ..." ist eine Form des aktiven Zuhörens und somit der zugewandten Wertschätzung. Die hat auch eine Vielredner*in verdient - solange es noch ums Thema geht. Für den Themen-Bezug hilft: Visualisierung des Workshop-Ziels. Spätestens jetzt wird deutlich, dass es nützlich war, die Fragestellung nicht nur vor dem Workshop gut zu durchdenken, sondern auch zu visualisieren. So kannst du immer wieder darauf verweisen und hinterfragen, was das Gesagte dazu beiträgt.

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