Umgang mit Vielrednern

Es gibt Leute, die hören sich selbst gern reden. Am Stammtisch unterhaltsam, kann diese Eigenschaft beim Workshop stören. Wie gehe ich als Moderator damit um?

 

Hier sind drei wirkungsvolle Strategien:


Fokus auf Wenigredner

Ein häufiger erster Fehler beim Umgang mit Vielrednern ist, ihnen auch als Moderator viel Aufmerksamkeit zu schenken. Seien Sie nicht unhöflich aber verbindlich. Und vor allem: Fokussieren Sie die Gedanken darauf, wer gerade die Wenigredner sind und wie sie diese einbinden können. Diese Strategie ist häufig erfolgreicher, als sich während dessen Monologs zu überlegen, wie Sie den Vielredner zur Ruhe bringen können.

Visualisieren

Fangen Sie den Vielredner mit Visualisierung ein: "Lassen Sie mich Ihren Punkt hier aufnehmen. Was kann ich für Sie aufschreiben?" (Eine Karte, drei Zeilen!). Das hat zwei positive Effekte: Die erzwungene Knappheit der Worte und der gestillte Drang nach Dokumentation des Gesagten. Und weiter geht's mit dem nächsten, einem stillen Teilnehmer: "Und welche Vorschläge möchten SIE machen?"

Der "Abbinder"

Wenn das Aufschreiben nicht zweckmäßig ist, hilft das Zusammenfassen und den Bezug zum Ziel des Workshops, zur aktuellen Fragestellung herzustellen. "Wenn ich Sie richtig verstanden habe, ..." ist eine Form des aktiven Zuhörens und somit der zugewandten Wertschätzung. Die hat auch ein Vielredner verdient - solange es noch ums Thema geht. Für den Themen-Bezug hilft: Visualisierung des Themas. Spätestens an dieser Stelle werden Sie zustimmen, dass es nützlich war, die Fragestellung nicht nur vor dem Workshop gut zu durchdenken, sondern auch zu visualisieren. So können Sie immer wieder darauf verweisen und hinterfragen, was das Gesagte dazu beiträgt.